Ob Zuhause, im Büro, in Bildungseinrichtungen, Pflegeheimen, Hotels, Restaurants oder anderen Gebäuden – Nebatic ist vielseitig einsetzbar in zahlreichen Gebäudetypen und deren unterschiedlichen Innenbereichen.

Systemweit

All-in-One: Integrierte Software und Hardware

Das Nebatic-System bildet eine funktionale Einheit aus proprietärer Hardware und einer darauf abgestimmten Plattform. Die Hardwarekomponente integriert alle notwendigen Sensoren und elektronischen Bauteile auf einer eigens entwickelten Leiterplatte, um relevante Raumvariablen präzise zu erfassen und die Datenflüsse lokal zu organisieren.

Diese physische Ebene korrespondiert direkt mit der Plattform, die als Multi-Tenant SaaS-Lösung sowohl über eine Webanwendung als auch über mobile Apps für Android und iOS bereitgestellt wird. Aufgrund der werksseitigen Abstimmung zwischen Firmware und Cloud-Backend entfallen komplexe Schnittstellenkonfigurationen, sodass das Gerät nach der Stromversorgung und der initialen Wi-Fi-Einrichtung die formatierten Daten automatisch und ohne zusätzliche Infrastruktur in die zentrale Datenbank überträgt. Die Software greift unmittelbar auf diesen Datenstrom zu und übernimmt die weitere Verarbeitung, Visualisierung sowie die Steuerung gekoppelter Prozesse.

Hohe Flexibilität durch Integration bestehender Systeme und Datenquellen

Die Nebatic-Plattform ist als offenes System konzipiert, das neben den eigenen Sensordaten auch Informationen aus externen Quellen verarbeitet. Bestehende Infrastrukturkomponenten wie Energiezähler, Gebäudeleitsysteme oder Sensoren von Drittanbietern lassen sich direkt in die Datenarchitektur einbinden.

Die technische Integration erfolgt dabei über definierte Schnittstellen, beispielsweise APIs für kontinuierliche Datenströme oder Importfunktionen für strukturierte Dateiformate wie CSV. Sobald diese externen Daten im System erfasst sind, werden sie normalisiert und stehen für dieselben Analyse- und Visualisierungsprozesse zur Verfügung wie die Messwerte der eigenen Geräte. Dies ermöglicht eine zentralisierte Betrachtung und Korrelation unterschiedlicher Gebäudedaten, wodurch vorhandene Systeme ohne Hardwareaustausch in die Auswertungslogik der Plattform überführt werden.

Skalierbar von einzelnem Raum bis Gebäudeportfolio

Das System unterstützt eine skalierbare Strukturierung, die von der Überwachung einzelner Räume bis hin zum Management komplexer Gebäudeportfolios reicht. Hierfür wird in der Plattform eine hierarchische Gliederung in Einrichtungen (Facilities), Etagen und Räume angelegt, die als logische Basis für die Datenzuordnung, Filterung und Visualisierung dient.

Ergänzend ermöglicht die Benutzerverwaltung eine differenzierte Vergabe von Zugriffsrechten über ein rollenbasiertes System. Während Administratoren über vollständige Verwaltungsbefugnisse verfügen, können Standardnutzern spezifische Berechtigungen zugewiesen werden. Diese Zugriffsebenen lassen sich granular konfigurieren, sodass Anwender je nach Bedarf Zugriff auf das gesamte System oder nur auf ausgewählte Geräte und Funktionen, wie etwa das Alarmmanagement oder die Gerätesteuerung, erhalten.

Kontinuierliche Weiterentwicklung durch OTA-Updates

Die technische Aktualität des Nebatic-Systems wird durch die Implementierung von Over-the-Air (OTA) Updates dauerhaft gewährleistet. Da die Geräte über eine integrierte Wi-Fi-Konnektivität verfügen, können Firmware-Aktualisierungen drahtlos und verschlüsselt direkt auf den Mikrocontroller übertragen werden.

Dies ermöglicht das Einspielen von Funktionserweiterungen, optimierten Verarbeitungsalgorithmen oder Sicherheitsanpassungen im laufenden Betrieb, ohne dass ein physischer Eingriff an der Hardware oder eine Demontage der Geräte erforderlich ist. Durch diese Fernwartungsfähigkeit bleibt die Funktionalität der installierten Hardware langfristig mit den Weiterentwicklungen und neuen Features der zentralen Softwareplattform synchronisiert, wodurch der Wartungsaufwand vor Ort minimiert wird.

Messung

Hochpräzise Sensorik und Datenerfassung

Die Datenerfassung erfolgt durch spezialisierte Sensorkomponenten auf der Leiterplatte, die Parameter wie Kohlendioxid (CO2​), Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, flüchtige organische Verbindungen (VOCs), Feinstaub in verschiedenen Partikelgrößen (PM1.0 bis PM10) sowie Lichtstärke und Lärmpegel messen.

Für die Erhebung werden spezifische Sensormodule eingesetzt, deren Steuerung ein integrierter Mikrocontroller übernimmt. Dieser regelt den Ausleseprozess in konfigurierbaren Zeitintervallen und führt bereits auf Firmware-Ebene lokale Plausibilitätsprüfungen durch, um die Validität der Messwerte vor der Übertragung sicherzustellen. Die validierten Daten werden anschließend im JSON-Format strukturiert, um eine standardisierte Verarbeitung in der Softwareplattform zu gewährleisten.

Drahtlose und Echtzeit-Datenübertragung sowie Monitoring

Die Übertragung der erfassten Umweltparameter erfolgt drahtlos über das integrierte Wi-Fi-Modul (802.11 b/g/n) direkt in die zentrale Datenbank, ohne dass eine zusätzliche Gateway-Infrastruktur erforderlich ist. Der Mikrocontroller steuert dabei die Datenerfassung in konfigurierbaren Zeitintervallen – beispielsweise alle 10 oder 20 Minuten – und formatiert die Messwerte für die Übertragung in strukturierte JSON-Pakete.

Vor der Transmission durchlaufen die Daten eine lokale Plausibilitätsprüfung auf der Firmware-Ebene, um die Integrität der Informationen zu sichern. In der Softwareplattform werden die eingehenden Datensätze unmittelbar verarbeitet und als Live-Daten visualisiert, was ein kontinuierliches Monitoring des aktuellen Raumzustands ermöglicht. Ergänzend zur Echtzeitansicht werden die Daten historisiert, sodass Verläufe über definierte Zeiträume – wie beispielsweise die letzten 24 Stunden oder 7 Tage – grafisch dargestellt und analysiert werden können.

Flexible Hardwareoptionen für unterschiedliche Gebäudetypen

Um den differenzierten Anforderungen moderner Gebäudestrukturen gerecht zu werden, steht die Hardware in zwei spezialisierten Konfigurationen zur Verfügung. Die Basisvariante konzentriert sich technisch auf die hochpräzise Erfassung der wesentlichen Luftqualitätsparameter (CO2​, Temperatur, Feuchtigkeit, VOCs, Feinstaub). Die erweiterte Ausführung hingegen integriert zusätzlich Sensorik für Lichtintensität und akustische Pegel, um ein ganzheitliches Bild der Raumumgebung zu zeichnen.

Diese Differenzierung ermöglicht eine ökonomisch und funktionell effiziente Ausstattung von Gebäuden: Während in produktivitätskritischen Bereichen wie Großraumbüros, Meetingräumen oder Klassenzimmern eine vollumfängliche Analyse inklusive visueller und akustischer Stressfaktoren unverzichtbar ist, kann in Transitzonen, Lagerbereichen oder reinen Aufenthaltsräumen der Fokus kosteneffizient auf die klimatische Überwachung gelegt werden. Unabhängig von der gewählten Variante fügen sich beide Gerätetypen nahtlos in die zentrale Plattform ein, was eine flexible Mischbestückung innerhalb eines Objekts erlaubt, ohne die Einheitlichkeit der Datenstruktur oder des Managements zu beeinträchtigen.

Einfache Installation ohne bauliche Anpassungen

Die Installation der Hardware ist so konzipiert, dass sie ohne strukturelle bauliche Veränderungen durchgeführt werden kann. Für die physische Platzierung wird eine separate, maßgeschneiderte Halterung verwendet, die sowohl für das freie Aufstellen auf ebenen Flächen als auch für die Wandmontage ausgelegt ist.

Die Befestigung dieser Halterung kann je nach Untergrund und Anforderung wahlweise mittels doppelseitigem Montageband oder durch eine Verschraubung mit Dübeln erfolgen, wodurch eine stabile Positionierung im optimalen Messbereich sichergestellt wird. Die Inbetriebnahme setzt auch keine fest installierte Verkabelung voraus, da der Betrieb über ein USB-C-Netzteil erfolgt , und die logische Einbindung in das System nach der physischen Platzierung rein softwareseitig über die Eingabe der Seriennummer und die Wi-Fi-Konfiguration abgeschlossen wird.

Analyse

Ganzheitliche, algorithmische und kontextbasierte Analyse von Gesundheitseffekten

Die Gesundheitswirkungsanalyse bewertet den Einfluss der erfassten Umweltvariablen auf das menschliche Wohlbefinden anhand eines integrierten Berechnungsmodells. Die Auswertung erfolgt in drei zentralen Kategorien: körperliche Gesundheitsindikatoren, psychische Gesundheitsindikatoren sowie Leistungs- und Produktivitätsindikatoren.

Auf Basis der aktuellen Sensordaten ermittelt das System für jeden dieser Bereiche spezifische Zustände. Diese Analyse reicht bis auf die Ebene einzelner Symptome und Unterkategorien, sodass Zusammenhänge zwischen Raumvariablen und konkreten Auswirkungen wie beispielsweise Kopfschmerzen, Müdigkeit oder systemischer Gesundheit dargestellt werden können. Die Ergebnisse werden sowohl als Momentaufnahme des aktuellen Status als auch im historischen Verlauf visualisiert, um langfristige Trends und Durchschnittswerte, etwa im Vergleich zu den letzten sieben Tagen, nachvollziehbar zu machen.

Multifaktorielle Energieoptimierung für maximale Effizienz

Die Basis für die Energieoptimierung bildet die kontinuierliche Erfassung und Analyse energie relevanter Umgebungsvariablen wie Temperatur und Lichtstärke. Das System gleicht die gemessenen Ist-Werte permanent mit definierten Grenzwerten ab, die flexibel an saisonale Anforderungen – beispielsweise differenziert nach kalter und warmer Jahreszeit – angepasst werden können.

Durch die Visualisierung dieser Daten im historischen Verlauf werden Abweichungen vom energetischen Optimalbereich sowie ineffiziente Muster, wie etwa unnötiges Heizen oder Beleuchten, transparent gemacht. Die Darstellung nutzt dabei ein Ampelsystem, das Werte außerhalb des Optimums als Warn- oder Gefahrenbereiche kennzeichnet. Diese analytische Auswertung dient als Entscheidungsgrundlage, um durch manuelle Anpassungen oder die Definition automatisierter Szenarien den Betrieb gekoppelter Geräte wie Thermostate oder Lichtquellen effizient an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.

Anpassbare und musterbasierte Warnmeldungen

Das Alarmmanagement basiert technisch auf der Überwachung definierter Grenzwerten, die den Messbereich jeder Variable in verschiedenen Zonen wie Optimum und Warnung unterteilen. Diese Grenzwerte sind nicht statisch, sondern können über eine Planungsfunktion dynamisch an spezifische Zeitfenster und wiederkehrende Muster wie Tages- oder Wochenzyklen angepasst werden, um unterschiedlichen Betriebszuständen gerecht zu werden.

Eine Alarmierung wird ausgelöst, sobald der Messwert einen definierten Übergang zwischen diesen Zustandsbereichen vollzieht. Die Zustellung der Warnmeldungen erfolgt konfigurierbar per E-Mail oder als Push-Benachrichtigung in der App. Um Störungen in betriebsfreien Zeiten zu minimieren, integriert das System eine Ausschlusslogik, mit der Benachrichtigungen für spezifische Zeitintervalle oder Wochentage systemseitig unterdrückt werden, während die Ereignisse weiterhin im gefilterten Posteingang protokolliert werden.

KI-gestütztes Premium-Reporting

Der maßgeschneiderte analytische Bericht ergänzt die bestehenden Bewertungsergebnisse und ermöglicht eine vertiefte, KI-gestützte Analyse der erfassten Innenraumdaten. Er erweitert die reine Bewertungsebene um eine strukturierte Interpretation, kontextbezogene Einordnung und strategische Ableitung relevanter Entwicklungen.

Auf Basis aggregierter Zeitreihen, Nutzungsmuster und korrelativer Zusammenhänge verarbeitet die KI große Datenmengen systematisch und transformiert sie in verständliche Entscheidungsgrundlagen. Dabei werden nicht nur Abweichungen identifiziert, sondern auch Trends, Wechselwirkungen zwischen Umweltparametern sowie potenzielle Optimierungsszenarien sichtbar gemacht. Die Analyse berücksichtigt räumliche Unterschiede, funktionale Nutzungskontexte und definierte Prioritäten, wodurch eine differenzierte Bewertung einzelner Zonen und Zeiträume ermöglicht wird. So entsteht eine belastbare Grundlage für operative Anpassungen und strategische Weiterentwicklungen.

Steuerung

Hohe Interoperabilität und Protokollunterstützung

Die Systemarchitektur fungiert als zentrale Steuerungseinheit, die eine direkte Integration externer Smart-Devices in die bestehende Gebäudeinfrastruktur ermöglicht. Über die plattformseitige Kopplungsfunktion werden kompatible Drittanbieter-Geräte in der Umgebung identifiziert und durch Auswahl der spezifischen Marke in das System eingebunden.

Diese Interoperabilität erlaubt die zentrale Verwaltung verschiedener Aktoren, wie beispielsweise intelligenter Heizkörperthermostate oder smarter Steckdosen, über eine einheitliche Benutzeroberfläche. Dadurch können bestehende Lüftungs-, Heizungs- oder Beleuchtungssysteme digital vernetzt und angesteuert werden, ohne dass ein vollständiger Austausch der Hardwarekomponenten erforderlich ist, sofern diese über entsprechende Kommunikationsschnittstellen verfügen.

Szenariobasierte oder Nutzerinitiierte Steuerung

Die Steuerung gekoppelter Geräte erfolgt wahlweise automatisiert über definierbare Szenarien oder durch direkte manuelle Eingriffe. Bei der szenariobasierten Steuerung werden spezifische Auslösebedingungen – etwa das Über- oder Unterschreiten von Sensorgrenzwerten – mit logischen Verknüpfungen definiert, um Aktionen an Aktoren wie Thermostaten oder Lichtschaltern auszulösen.

Diese Automatisierungsregeln lassen sich zeitlich über Start- und Endpunkte sowie Wiederholungsmuster (täglich, wöchentlich) konfigurieren und in einer Kalenderansicht verwalten. Ergänzend dazu ermöglicht die Funktion der Sofortsteuerung den direkten Zugriff auf die Aktoren, um Befehle wie das Ein- und Ausschalten oder Leistungsanpassungen ohne zeitliche Verzögerung manuell auszuführen. Um Konflikte zwischen Automatik und manuellem Eingriff zu vermeiden, können aktive Szenarien temporär deaktiviert werden, sodass manuelle Einstellungen nicht durch zyklische Automatisierungsroutinen überschrieben werden.

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